Jake und Sophia in ihrem Tiny House

Das ist die Geschichte einer Familie, die ihr Leben im Einfamilienhaus gegen ein einfacheres, sparsameres und umweltfreundlicheres, nachhaltiges Leben in einem Tiny House eingetauscht hat. Mit ihren zwei Töchtern, eine knapp 5 Jahre alt und die andere noch ein Baby, leben Sie in Seattle Washington in Edgewood, USA. In ihrem kleinen Zuhause nutzt die Familie unsere Trenntoilette Separett Villa. Lesen Sie die hier, was Papa Jake über ihr Leben erzählt.

Als meine Frau und ich beschlossen, künftig ein „Tiny Life“ zu leben, ging es uns nicht nur um weniger Wohnfläche, sondern auch um mehr Nachhaltigkeit. Wir wollten wirklich unser verschwenderisches Dasein auf unserem Planeten minimieren. Nach jedem Toilettengang mit 4 Litern Wasser zu spülen, schien uns so unnötig und überflüssig. Als wir unser Haus verkauften, entdeckten wir zu allem Überfluss noch einen Riss in unserer Klärgrube und waren gezwungen, die immensen, fünfstelligen Kosten für einen Ersatz oder den Anschluss an die Kanalisation zu stemmen. Da der nächste Schritt unserer Tiny-House-Reise im Kauf von 5 bis 10 Hektar Land bestehen sollte, wollten wir sichergehen, dass der Übergang so problemlos wie möglich abläuft. Wir wollten uns keine Sorgen mehr über Klärgruben oder Kanalisation und die damit verbundenen Kosten machen müssen. Damit stand also fest, dass unser neues Zuhause eine Komposttoilette haben würde. Sie passt zu unserem Wunsch nach einem nachhaltigen Lebensstil und weniger Verschwendung und spart auch langfristig eine Menge Geld. Bei meinen Recherchen nach dem passenden Modell sah ich mir verschiedene Alternativen und schaute, welchen Ansatz andere verfolgen. Ich wünschte mir unsere Toilette so „traditionell“ wie möglich. Dabei schieden die ausgesprochen rustikalen Selbstbauvarianten aus, bei denen im Wesentlichen ein Steg über einen Eimer gezimmert wird und ein Kompostgemisch den Kompostierungsprozess in Gang hält. Das würde für uns nicht funktionieren. Am vernünftigsten erschienen mir Trenntoiletten wie Nature‘s Head und Separett. Wir hatten die Möglichkeit, eine Nature‘s Head zu testen, als wir während der Planungsphase einen Miniurlaub in einem Tiny House verbrachten. Die funktionierte ganz gut, überzeugte uns aber nicht. Keiner von uns fand das Design verlockend (das passt eher in einen Wohnwagen oder ein Boot) – ebenso wenig wie die Tatsache, dass man die Ausscheidungen, nachdem man sein Geschäft verrichtet hat, über Hebel an der Seite vermischen muss. Der größte Nachteil für mich war der Urinbehälter auf der Vorderseite. Da ging es nicht nur um den Anblick (zu sehen, wie viel Urin sich darin befindet), sondern darum, dass ich/wir den Behälter auch leeren müssten. Immer wieder. Die Separett Villa ähnelt eher einer traditionellen Toilette. Hier muss nichts manuell vermischt werden und selbst der Urin wird mit dem Abwasser ausgeleitet. Damit war die Entscheidung getroffen. Auch wenn das die teurere Alternative war – uns war es das wert. Wir nutzen sie nun seit der Fertigstellung unseres Tiny House im Mai und ich habe keinen Zweifel daran, die richtige Entscheidung für unsere Familie getroffen zu haben. Das Entleeren des Behälters ist keineswegs so furchtbar, wie man es sich vorstellen würde – so lange man es rechtzeitig macht. Es gibt keine nennenswerten ekligen Gerüche im Haus (was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, was sich da im Toilettenbehälter befindet). Wir verschwenden kein sauberes Wasser und wir brauchen weder Kläranlage noch Kanalisationsanschluss. Wenn ich mich wieder entscheiden müsste, ich würde auf jeden Fall die gleiche Wahl treffen. Wir müssen definitiv noch in den Kindersitz investieren, denn unserer 5-Jährigen fällt es nicht ganz leicht, „richtig zu treffen“. Außerdem haben wir vor nur einer Woche noch ein kleines Mädchen bekommen, die das irgendwann auch trainieren muss. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wir freuen uns sehr, Teil ihrer Geschichte und ihres Weges hin zu einem nachhaltigeren Zuhause und Lebensstil sein zu dürfen. Sie können dieser wunderbaren kleinen Familie und ihrem Leben auf Instagram folgen, @bigfaith_tinyspace Oder Sie machen einen Rundgang durch ihr Tiny House auf Youtube BigFaith TinySpace